denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule (Förderjahr 2016/17)

Villa Heike wird saniert und wir waren dabei – es ist vorbei!

(WPU Geschichte, Klasse 10)

Im Rahmen unseres Projektes rund um die Villa Heike in Althohenschönhausen – gefördert von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz – erkundeten wir deren Umfeld. Mit unseren Kooperationspartnern vom Manfred von Ardenne-Gymnasium und dem Fotografen Kurt Buchwald machten wir uns bei dieser Gelegenheit auf die Suche nach weiteren denkmal-geschützten und besonders interessanten Gebäuden aus verschiedenen Epochen und hielten diese mit der Kamera fest.

Unsere Ergebnisse sind also fixiert. Wie wär’s? Werft doch mal einen Blick in unsere Ausstellung. Bis zum 28. August 2017 könnt Ihr Euch in der Anna-Seghers-Bibliothek, im Linden-Center, die Fotos dazu anschauen. Zu sehen sind beispielsweise die von der mittelalterlichen Taborkirche, vom Schloss Hohenschönhausen, vom Mies-van-der-Rohe-Haus oder auch vom ehemaligen Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen. Es lohnt sich!

 

 

Villa Heike wird saniert und wir sind dabei!

Erkundungen zu Sanierung einer Industriellen-Villa und zu Möglichkeiten bzw. Grenzen energetischer Sanierung des 100 Jahre alten Gebäudes - Förderjahr 2016/17

Das denkmal aktiv-Team des Barnim-Gymnasiums vor der Heike-Villa, v.l.n.r.: Jenny Ander (10d), Denny Bressau (10a), Tim Czaya (10d), Dima Ignatyev (10a), Sophie Tolzien (10d), Fenja Kerst (10h), Paul Berndt (10g), Thorbjörn Beinlich (10h), Paul Barfuß (10g), Julius Diesenbruch (10c), Nico Gaida (10c), Eric Keller (10c), Niklas Hvalec (10h)

Im Rahmen unseres Wahlpflichtunterrichts Geschichte, Kl. 10, begleiten wir die Sanierung der Villa Heike in Alt-Hohenschönhausen. Unser Projekt – Entscheidung für ein Sanierungsvorhaben im Spannungsfeld zwischen Eigentümerinteressen, Denkmal- und Umweltschutz – wird von der Stiftung Denkmalschutz gefördert. Die Villa in der Freienwalder Straße 17 ist eines der geheimnisvollsten, architektonisch interessantesten Orte. Das 1910 vom Maschinenfabrikanten – Richard Heike – als Geschäfts- und Wohnhaus konzipierte, schlossähnliche Gebäude widerspiegelt in seiner wechselvollen Geschichte die Phasen deutscher Geschichte, die nach 1945 in besonderer Weise den Osten Deutschlands prägten. Die unter Denkmalschutz stehende Villa war in den letzten Jahren sichtbar dem Verfall preisgegeben und wird nun im Auftrag einer Baugemeinschaft kreativ schaffender Eigentümer von einem Architektenteam grundsaniert.

Diese Sanierung begleitet unser Kurs – unter Leitung unserer Lehrerin, Frau Dr. Strauß – in Kooperation mit einer Projektgruppe des Manfred-von-Ardenne-Gymnasiums. Wir alle erhielten Einblick in die bauplanerische Vorbereitung und Umsetzung der Planungsabsichten nach den Originalunterlagen der stark renovierungsbedürftigen Industriellen-Villa und verfolgen laufend, wie das zuständige Architektenteam dem Umbau zu einem Ateliergebäude dem Anliegen des Denkmal- und Umweltschutzes gerecht werden möchte bzw. muss. Dabei lernen wir Möglichkeiten der energetischen Sanierung historischer Gebäude kennen und beschäftigen uns mit dem Prinzip der Nachhaltigkeit im Denkmalschutz. 

Unsere Teilprojekte

  1. Denkmalschutzkriterien und energetische Sanierung

Wir – Thorbjörn, Niklas, Paul, Paul – haben uns mit der Problematik beschäftigt, vor der Architekten stehen, wenn einerseits an einem Objekt Denkmalschutzkriterien eingehalten werden müssen, andererseits aber Anforderungen energetischer Sanierung berücksichtigt werden sollen. Der Hauptbestanteil lag in der Recherche von Kriterien des Denkmalschutzes und den Bestandteilen einer energetischen Sanierung. So sind bei der energetischen Sanierung eines denkmalgeschützen Gebäudes viele Kriterien zu beachten. Bei einer Sanierung, die zur Verminderung des Energieverbrauches des Hauses führt, werden alte Fenster und Türen sowie Heizungsanlagen und Stromversorgung optimiert. Allerdings werden relevante Bauelemente (Fenster, Türen usw.) nicht oder nur teilweise ausgetauscht oder saniert. Inwiefern solche Sanierungskriterien in der denkmalgeschützten Heike-Villa berücksichtigt wurden, wollen wir am Ende unseres Projektes prüfen.

  1. Nutzungsphasen der Heike-Villa

Am Tag des offenen Denkmals im September 2016 waren wir – Julius, Eric, Nico – in der Heike-Villa und haben jede Menge Fotos gemacht. Auf der Grundlage dessen beschäftigten wir uns mit  einzelnen Bauelementen des sanierungsbedürftigen Gebäudes und klärten, aus welcher Epoche diese stammten: Aus der Entstehungszeit die Kastenfenster, ein Großteil der Türen, Treppengeländer und die Holzdecke im obersten Stockwerk, dem ehemaligen Wohntrakt der Familie Heike. Der DDR-Zeit lassen sich beispielsweise die Neonlampen in der Haupthalle zuordnen. Eine gepolsterte Tür im 3. Stockwerk lässt ganz konkret auf ihre Nutzung durch die Stasi schließen. In Bezug auf einige Bauelemente befassten wir uns mit den verschiedenen Problemen und Möglichkeiten der energetischen Sanierung.

  1. Das Kinderkrankenhaus Weißensee – ein vom Verfall bedrohtes, denkmalgeschütztes Gebäude

Wir – Fenja, Jenny, Sophie, Tim – beschäftigten uns im Rahmen des Denkmalsschutz-Themas mit dem Kinderkrankenhaus Weißensee und seiner Historie. Außerdem blickten wir auf den heutigen Zustand der Immobilie und auf mögliche Nutzungsansätze; untersuchten die Architektur und entwickelten ein eigenes kleines Sanierungskonzept. Das Gebäude ist sehr imposant und zentral in Weißensee gelegen – so einigten wir uns auf dieses als Objekt. Vor nicht allzu langer Zeit stürzte ein amerikanischer Fotograf durch die Decke – wegen des desolaten Zustandes – und deshalb durften wir das Gelände unter keinen Umständen betreten. Trotzdem gelang es uns, das Thema zu vertiefen und eine sehr erfolgreiche Präsentation zu halten.

  1. Das Schloss Hohenschönhausen – ein teilsaniertes Gebäude

Wir Denny und Dima – beschäftigten uns anlässlich des Denkmalschutz-Projektes mit dem Schloss Hohenschönhausen, was ebenfalls unter Denkmalschutz steht; bisher teilsaniert. Wir recherchierten das Gebäude und seine Umgebung, bezogen auf die Art der Nutzung während der verschiedenen Epochen und den Zustand der Sanierung, in Kooperation mit dem Förderverein Schloss Hohenschönhausen e.V. Bei einer Besichtigung des Gebäudes wurde uns klar, wie schwierig, langwierig, kostenintensiv und doch lohnend die Sanierung eines Denkmals ist.

Ausblick

Im zweiten Semester wollen wir den Fokus auf ausgewählte Bauelemente der Heike-Villa legen, die sich verschiedenen Nutzungszeiten zuweisen lassen. Welche architektonischen Elemente müssen aus Gründen des Denkmalschutzes erhalten bleiben, welche zum Zweck der energetischen Sanierung erneuert oder ersetzt werden? Ausgehend von dem Zustand – in dem wir Fassade, Türen, Fenster, Treppen und Treppengeländer, Heizungsanlagen, Beleuchtung etc. zu Beginn der Sanierungsarbeiten vorfanden, werden wir eigene Sanierungsvorschläge erarbeiten und schließlich mit den Konzepten und Ergebnissen des verantwortlichen Architektenbüros abgleichen. 

Uns und die anderen aktuell von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz geförderten Schulprojekte findet man hier:

http://denkmal-aktiv.de/schulprojekte/archiv/schulen-2016/

 

 

 

 

 

 

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