Schüler-Impressionen zum Tag der offenen Tür in den Willkommensklassen – 15. März 2016

Am Tag der offenen Tür – kreiert innerhalb der 2. Lichtenberger Inklusionswoche – nahmen Schüler/innen und Lehrer/innen der Regelklassen bzw. -kurse  des Barnim-Gymnasiums die Chance wahr, ihre Neuen Nachbarn – also die Kinder der Willkommensklassen – in unserer Außenstelle Wartiner Straße näher kennenzulernen bzw. mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Hier einige Impressionen – sie sind wirklich lesenswert!

In meinen Erwartungen war ich eher negativ gestimmt, da ich mich sehr unwohl dabei fühlte,  die Schüler/innen über ihre persönlichen Erlebnisse zu befragen. Nach einigen Gesprächen waren sie aber sehr offen und zugänglich. Ich war beeindruckt, wie gut sie unsere Sprache schon beherrschten und wie lerneifrig sie sind. Meiner Meinung nach waren sie alle sehr nett und freundlich. Die Schüler/innen wollten uns auch etwas in ihrer Sprache beibringen, was mich sehr begeisterte. Im Allgemeinen war der Besuch eine positive Erfahrung.               Sabrina, 11er Jahrgang

Der Besuch bei unseren Willkommensklassen hat mir einen sehr guten Einblick in das Leben eines Flüchtlingskindes verschafft. Dort konnten wir uns mit den Kindern über ihre Reise nach Deutschland unterhalten und haben zudem viele neue Erfahrungen gesammelt. Außerdem fand ich es sehr interessant zu erfahren, dass die meisten Kinder gerne zur Schule gehen und wirklich lernen möchten. Erschreckend fand ich die Tatsache, dass viele Kinder aus verschiedenen Gründen keine Möglichkeit hatten, in ihren Herkunftsländern in die Schule zu gehen. Auch traurig war es zu erfahren, dass manche Kinder von ihren Familien getrennt wurden. Zusammenfassend fand ich den Besuch dort sehr interessant.

Kieu Anh Ho, 11er Jahrgang

 

Die Schüler/innen der Willkommensklassen haben meinen vollen Respekt. Sie lernen so schnell und sie sind auch an unserer Kultur interessiert. Sie sind alle aufgeschlossen und freundlich. Sie geben sich viel Mühe, die Sprache schnell zu lernen. Am Anfang sah ich – um ehrlich zu sein –  das Thema ‚Flüchtlinge‘ eher kritisch, aber nachdem wir uns mit der Schule an dem Projekt ‚Willkommensklassen‘ beteiligt haben, denke ich, dass man zu den meisten ‚Herzlich Willkommen‘ sagen sollte, denn sie sind nicht mit Hass erfüllt und wollen uns auch nichts wegnehmen. Sie sind so dankbar und geben einem das Gefühl, ihnen ein neues Leben zu schenken. Lisa, 11er Jahrgang

Ich habe mich tierisch gefreut, die Willkommensklassen zu besuchen, um zu sehen, wie die Flüchtlinge in Deutschland zurechtkommen und die deutsche Sprache lernen. Die Schüler/innen waren alle ziemlich offen und waren bereit, all unsere Fragen zu beantworten. Die meisten hatten auch schon sehr gute Deutsch-Kenntnisse gesammelt, was mich zum Staunen brachte. Es gab so viele verschiedene Nationalitäten und trotz dessen konnten sich alle sehr gut verständigen und kamen gut miteinander aus. Es hat mich auch gefreut, ein paar Schüler/innen aus meinem Heimatland Kosovo zu treffen, die mir dann auch in unserer Muttersprache erzählen konnten, wie sie es bis nach Deutschland geschafft hatten.

Ich werde liebend gerne wieder mit ihnen sprechen, denn wir waren nur eine kurze Zeit bei ihnen. Enita Fejzulahi, 11er Jahrgang

Ich fand es wirklich sehr interessant, wie schnell die Schüler/innen Deutsch lernen und es hat mich auch etwas überrascht, dass ein Großteil der Kinder mehr als drei Sprachen fließend beherrscht. Zudem waren sie sehr freundlich und offen zu uns und trotz anfänglich einiger Verständnisprobleme, fiel es uns leicht, mit ihnen zu reden. Wir haben auch Gemeinsamkeiten entdeckt, wie zum Beispiel denselben Musikgeschmack und ähnliche Hobbies. Es war ein sehr schöner und auch informativer Besuch. Filoumena-Novalee, 8. Klasse

Wir wussten nicht wirklich, was uns erwarten würde und waren dementsprechend ziemlich aufgeregt. Die Begrüßung war sehr freundlich und offen, nach einigen Startschwierigkeiten konnten wir nette Gespräche führen. Erstaunlich war es, wie weit die Mädchen und Jungen sprachlich schon waren und wir waren begeistert. Sie brachten uns auch einige Wörter ihrer Sprache bei. Wir verglichen sie mit uns und stellten fest, dass wir uns in einigen Dingen doch sehr ähnlich waren. Aber nun haben wir schon fast zwei Jahre Französisch und Latein und beherrschen diese Sprachen nicht einmal ansatzweise so gut wie diese Kinder die deutsche Sprache. Ich denke, wir sind uns einig, dass dieser Tag definitiv eine schöne Erfahrung für uns war. Lea-Marie, 8. Klasse

Am 15. März dieses Jahres statteten wir, meine Klasse 8b und ich, den Willkommensklassen des Barnim Gymnasiums einen Besuch ab. Etwas aufgeregt gingen wir in eines der Klassenzimmer. Wir sahen uns kurz in dem Klassenzimmer um, doch dann wurden wir auch schon ‚ins kalte Wasser geschmissen‘. Etwas nervös traten wir in den Raum, in dem die Kinder, die aus verschiedensten Ländern kamen, standen, und wir wussten nicht so wirklich, wie wir uns verhalten sollten. Die meisten waren ungefähr in unserem Alter und glücklicherweise wurde die angespannte Situation dadurch aufgelöst, dass sie uns etwas von ihren Zetteln vorlasen. Sie erzählten uns von ihrem alltäglichen Schulleben hier und konnten schon erstaunlich gut Deutsch sprechen. Ich ging später mit ein paar anderen in andere Klassen, doch am meisten gefiel mir die Kunstklasse. Natürlich – wie wir so sind – standen wir dort im Raum und haben uns nicht getraut, sie anzusprechen. Nicht, weil sie irgendwie Monster oder so sind, nein, weil wir schlichtweg zu schüchtern waren. Da diese Stille und das Anschweigen mir aber zu viel wurden, habe ich mir einfach eine meiner Freundinnen geschnappt und bin auf eine Jungengruppe, die mir sympathisch schien, zugegangen. Und mit ihnen haben wir auch sehr schnell ins Gespräch gefunden, zumal sie sehr gut Deutsch sprachen und verstanden, und das bereits nach ihrem kurzen Aufenthalt hier in Deutschland. Es war so, als wäre durch unsere Initiative alles in Gang gesetzt worden, denn nun gingen auch die anderen auf andere zu und fingen an miteinander zu reden.

Nach Abschluss des Tages konnte ich sagen, dass ich sehr viel Spaß mit den Leuten dort hatte und es eine Erfahrung wert war, da ich auch mehr über ihr früheres Leben, ihr Leben hier in Deutschland und ihren Alltag erfahren konnte.  Antonia, 8. Klasse

3. Juni 2016 – Neu- und Altberliner Kinder beim ‚Wandertag‘ – Sport in unserer Turnhalle

I.A.M.W.

 

 

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