Architektur des Barnim-Gymnasiums

Das Grundstück liegt im östlichen Teil des Bezirkes Berlin-Hohenschönhausen. Mit seinem südlichen Rand tangiert es die Ahrensfelder Chausee. Die unmittelbare Umgebung des Grundstücks weist keine nennenswerten städtebaulichen Bezüge auf. Einige dem Entwurf zugrundeliegende Charakteristika sind im Ort Falkenberg zu finden:

- die um Höfe gruppierte Dorfbebauung
- die Backsteinarchitektur der Landarbeiterhäuser
- die Kirche aus verputztem Mauerwerk
- das ehemals in Falkenberg vorhandene Rittergut von geschlossener Form.

Architektur 

Die heterogene Umgebung des Baugrundstücks verlangt nach einer eigenständigen Lösung, kraftvoll genug, einen ordnenden Akzent zu versetzen. Ausgehend von einer freien Form, die zu einem Kreis geometrisiert wurde, werden auf einem runden Plateau mit einem Radius von 82,124m und einer Höhe von ca. 1,25m über Gelände zwei Baukörper angeordnet. Der südöstliche ist zur Ahrensfelder Chaussee orientiert und beinhaltet die Schulfunktionen, der westlich gelegene Sportfunktionen. Zwischen den Gebäuden entfaltet sich der Pausenhof, der sich nördlich von Steinsäulen begrenzt zur Landschaft öffnet.

Die Schule gliedert sich in zwei zweigeschössige Bauteile. Dazwischen liegt eine Pausenhalle, die von oben über Kuppel belichtet wird. Das gebogene Bauteil präsentiert zur Ahrensfelder Chaussee mit einer Lochfassade, in hellrotem Ziegel. Dort sind radial angeordnet die Klassen- und Gruppenräume des allgemeinen Unterrichts untergebracht. Das zum Pausenhof gerichtete Bauteil ist orthogonal strukturiert und beinhaltet die Fachräume des Naturwissenschaftlichen Unterrichts sowie die Räume für Kunst und Informatik, die Bibliothek und die Schulverwaltung. In die zentrale Pausenhalle sind turmartige Kuben eingesetzt, in denen die Sammlungsräume und Toiletten untergebracht sind.

Der Mehrzweckraum bildet einen weiteren in die Halle eingestellten Solitär. Er ist dem Haupteingang zugeordnet, an seiner Rückseite liegen Musikräume. Der Sportbereich besteht aus einer Zweifachsporthalle (22m x 40m) und einer Dreifachsporthalle (27m x 45m). Den Hallen ist rückseitig ein Serviceriegel zugeordnet, in welchem sich außerdem ein Jugendmehrzweckraum, die Technikzentrale und die Hausmeisterwohnung befinden. Im Westen sind dem Serviceriegel Sportfelder vorgelagert. Sie werden von den in ihm untergebrachten Außengeräteräumen bedient.

Bauherr:

Bezirksamt Hohenschönhausen von Berlin, Abt. Wohnen und Soziales/Bildung und Sport

Planung:

Stefan Scholz in Bangert Scholz Architekten

Bauleitung:

Hochbauamt DGI Bauwerk Architekturbüro

Garten- und Landschaftsgestaltung:

Glaßer und Dagenbach Garten- und Landschaftsarchitekten

Baujahr:

1995-97

Baukosten:

63.000.000,00 DM nach genehmigter BPU

Quelle: Hochbauamt Bezirksamt Hohenschönhausen, 1999.

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