Welkom in Amsterdam

6.-10. Februar 2017 – Reminiszenzen

 

Mal vorab: Nicht einen Tag war Petrus auf unserer Seite, aber wir – 12 Schüler/innen aus einem der 11er Deutsch-Kurse und zwei Lehrer/innen – haben uns trotzdem bestens unterhalten, in der prachtvollen Hauptstadt der Oranjes – hier und dort.

Am Montag, zu wahrlich unchristlicher Zeit – um 5:45 Uhr – trafen wir uns in Schönefeld und dachten frisch-fröhlich durchzustarten. Denkste! Der Start wurde verschoben. Nicht mal in die Luft gehen konnten wir – war ein bisschen eng im Easy-Jet-Flieger, und das über 80 Minuten! Der Tag konnte nur besser werden.

Das wurde er. Nach Absolvierung des üblichen Flughafen-Gewusels und erster Orientierung fanden wir den Weg vom Schiphol-Airport in unser warmes, gemütliches Hotel zwischen Nieuw-West und Westpoort. Hopp, hopp, Koffer eingeschlossen und ab geht‘s auf Entdeckungstour.

Nach körperlich stärkendem Zwischenstopp landeten wir in der DNA von Amsterdam in der Kalverstraat, also in der allseits begrüßenden amüsanten Stadtgeschichte, beginnend mit dem Golden Age und nicht mal endend in der Gegenwart. Ein Erlebnis! Aber auch der Abend wurde zu einem, denn unser Family-Abendessen wurde durch präzisierende Planungsideen für die nächsten Tage erweitert.

Der Dienstag mit Halbmarathon – 22 km!, um die Portokasse zu schonen – entlang der eher traurigen Februar-Grachten mit ihren nackten Bäumen bedurfte am Abend der Pflege aller Füße. Warum hatten wir eigentlich im Vorfeld keine Amsterdam-typische Fahrradtour gebucht? Aus Fehlern lernt man. Doch bereichernd war der Tag schon: Das mit unserer Geschichte so eng verbundene Anne-Frank-Haus ließ uns betroffen innehalten. Das brillante Diamanten-Museum animierte zu Blitzlichtgewitter: Wem Diamanten bis jetzt schnuppe waren, dürfte seine Meinung geändert haben. Erschöpfte Gestalten mit persönlichen Laufrekorden konnten nur noch ins Bett fallen: Goedenacht, Slaapwel!

Aus der Welterusten erwacht starteten wir am Mittwoch sonnenhoffnungsvoll in den Tag – nix da. Der Vondelpark konnte uns somit kaum locken, doch das nicht so weit entfernte Van Gogh Museum konnte uns entschädigen: Ein Muss geradezu und ein absolutes Amusement. Mehr Kunstunterricht per Gute-Laune-Audio-Guide geht nicht!

Das nachmittäglich innerstädtische Abbummeln beendete nicht den Tag, sondern verschaffte uns nur eine wohlverdiente Ruhe vor dem Krimi-Story-Sturm im Rotlicht-Milieu am Abend – professionell geführt natürlich von einem übersprudelnden Guide.

Was gehört zu einem echten Amsterdam-Besuch? Eine Grachten-Fahrt, na klar: Einfach wunderwunderbar, warm und trocken zu sitzen und nebenbei so viel Interessantes zu erfahren, in welcher Sprache auch immer. Und was noch? Na richtig: die Tulpen aus Amsterdam! Der größte aller Blumenmärkte, geöffnet an 365 Tagen, schaffte es doch tatsächlich, uns schwarze Tulpen anzudrehen. Bemerkenswert! Das war auch das Taschenmuseum mit seinen bloß 4000 Exemplaren. Wahrscheinlich waren sogar die Jungs angetan von der Vielfältigkeit dieser Modeerscheinung. Auf alle Fälle waren alle angetan von der Architektur des Gebäudes mit seinem tollen Treppenhaus. 

Wie bitte? Freitag? Was noch unbedingt? Das Rijksmuseum, das Nationalmuseum, in dem die Niederländer ihre großartigen Künste, ihr meisterhaftes Handwerk und ihre wechselvolle Geschichte voller Stolz präsentieren. Fabelhaft, exzellent, prächtig, ausgezeichnet, wie auch immer – wir können kaum noch: Unser Aufnahmevolumen ist erschöpft.

Und dann das gleiche Spiel beim Rückflug: Warten! 90 Minuten im Flugzeug! Aber heil gelandet – God zij dank! Vor allem bedankt sei unsere kreative Deutschlehrerin, Frau Paulsen, und ihr enthusiastischer Begleiter, Herr Ziemß. Hartelijk dank!

 

I.A.M.W.

 

 

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