POL&IS – Politik und Internationale Sicherheit – Wir wollen dabei sein!

POL&IS-Fahrt – 04.-08. April 2016

Für die Schüler/innen der Klassenstufe 11 ist es seit vielen Jahren usus, in die wunderbar gelegene Heimvolkshochschule am Seddiner See zu fahren, um an einem Simulationsspiel über die hohe Weltpolitik mit all ihren Facetten teilzunehmen. Über fünf Tage arbeiten sie sich durch die Module der POL&IS-Welt. Irgendwo in dieser kreierten Welt – die sich im Wesentlichen an der realen mit ihren politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen orientiert – wird man am ersten Tag per Los geboren und somit Bürger/in eines Landes innerhalb von dreizehn Weltregionen. Anschließend hat jeder Zeit, in dem Simulationsspiel eine eigene Aufgabe – u. a. als Staats- oder Regierungschef, Finanz- oder Wirtschaftsminister – zu übernehmen oder auch in die Opposition zu gehen.

Dann gilt es, miteinander umzugehen. Anforderungen – z. B. gegenüber umweltbewusstem Verhalten – müssen bei den finanz- oder sozialpolitischen Entscheidungen beachtet werden. Und letztlich sollen diese in ihrem Ergebnis vor landesunabhängigen Institutionen gerechtfertigt werden. In dieser Woche lernen Schüler/innen, wie komplex sich die Welt darstellt. Aber lassen wir einfach zwei Schülerinnen – Luisa und Mai – von der diesjährigen POL&IS-Fahrt – betreut von Frau Carlsohn und Herrn Gliffe – berichten:

Die Hinreise geschah mit dem Bus von unserer Schule aus. Dort angekommen, wurden wir von den Jugendoffizieren der Bundeswehr begrüßt und in das POL&IS-Spiel eingewiesen.

Jeder wurde einem Land zugeteilt bzw. einer unabhängigen Organisation, wie der Weltbank, der Weltpresse und der NGO. In der Simulation mussten die Länder versuchen, die jeweiligen Probleme in ihrem Land zu beheben bzw. den anderen Ländern dabei zu helfen. Das wurde gründlich von der Weltpresse und den NGOs beobachtet, denn diese hatten die Aufgabe, auf Probleme und Geschehnisse aufmerksam zu machen. Bei den einzelnen Ländern entstanden richtig einfallsreiche Ideen, wie zum Beispiel ‚plastikfressende Schweine‘. Auch die Konferenzen waren immer recht unterhaltsam. Vor allem bei den Umweltkonferenzen wurde zumeist heftig diskutiert, ob es nicht doch klappen würde, den Müll in den Weltraum zu katapultieren. Man kann sagen, dass es trotz der umfangreichen Arbeit enorm Spaß gemacht hat, zusammen über die Ereignisse und Probleme zu diskutieren und Lösungen dafür zu finden.

Am Mittwoch hatten wir dann auch noch eine Tischtennismeisterschaft, bei der Nordamerika gewann. Neben den Simulationen machten wir einen Ausflug zu einem Stützpunkt der Bundeswehr. Dort hörten wir uns einen Vortrag zum Thema Auslandseinsätze an und hatten die Möglichkeit, persönliche Fragen dazu zu stellen. 

Das absolute Highlight an diesem Tag war jedoch der ‚Wald der Erinnerungen‘. Dieser Platz ehrt die Soldatinnen und Soldaten, die bei einem Auslandseinsatz ums Leben kamen. Es war sehr beeindruckend und bewegend, diese Geschichten dahinter anhören zu dürfen. Und am Abend fand eine spannende Nachtwanderung mit GeoCaching statt, bei der es am Anfang etwas schleppend voranging, aber letztlich fanden wir das Ziel. 

Uns hat diese Kursfahrt sehr gefallen. Man hat vieles mitnehmen können und sie hat die Gruppe noch mehr zusammengeschweißt. Bei der Simulation konnte man sich wirklich in die Ämter der hohen Politik hineinversetzen und da wurde es erst so richtig klar, mit wie vielen Problemen wir Menschen eigentlich zu kämpfen haben und wie schwer es ist, diese langfristig zu beheben. Auch das Bild von der Bundeswehr hat sich positiv verändert, und zwar dadurch, dass uns vieles vorher nicht bekannt bzw. bewusst war. Die Tage waren nie langweilig. Vor allem die Weltpresse hatte immer viel zu tun mit all den Berichten, die sie über jedes Land schreiben musste. Aber die Arbeit hat sich gelohnt, wenn man so zurückblickt und schaut, was man bzw. wir alles so geschafft haben, in den fünf tollen Tagen, in tollen Unterkünften, mit tollem Essen. Ebenso haben die Jugendoffiziere wirklich eine großartige Leistung vollbracht und diese Simulation fantastisch geplant. Und die Kursfahrt bestand ja auch nicht nur aus Arbeit: besonders die Abende waren sehr schön. Da haben wir dann Filme geguckt oder uns einfach nur an den See gesetzt.

Ich würde diese Fahrt auf jeden Fall weiterempfehlen, denn hier kann man sich mal so richtig austesten und dabei auch noch Spaß haben.

Luisa Behling und Mai Linh Tran Thi

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