Planung Kursfahrt Rom: Schuljahr 2015/16, 14.03. – 18.03. 2016,


steht ganz nüchtern als Überschrift in der PDF, adressiert an die Kolleg/innen und letztlich an die Schüler/innen, lange vor der Zeit der Kursfahrt. Wer Lust hat, gucke sie sich an, die Planung. Ein Kollege schreibt im Nachhinein: Ansonsten wurde routiniert das Programm absolviert. Unsere Fahrtenleiterin hatte die Reise professionell vorbereitet und vor Ort alles im Griff. Ansonsten? Wieso ansonsten? Was war denn das Besondere, bitte?! Reicht es nicht, einfach all die Orte der ewigen Stadt zu besichtigen, all die Epochen und Bauten abzuklappern, die sich wie in einem großen Museum ausbreiten? Nein! Diesmal wollte man es festhalten, ‚in realiter‘, nicht nur in wortmündlich verklärter Überlieferung. Wir alle wissen schließlich, wie sehr Erinnerung färbt. Also: Wir drehen. Wir drehen Video-Clips! Wir lassen laufende Bilder sprechen, so die Überlegungen im Vorfeld. Und das geschah dann auch. Mal sehen, ob sich das Ergebnis sehen lässt! Wann? Am 20. Mai, im 2. Block, denn die Video-Clips müssen ja erst erstellt werden. Dafür haben wir ihnen Zeit gegeben.

 

Ciao Roma

Doch vorab noch ein paar Berichtchen und Geschichtchen – ganz emotional und alltagstauglich – von Schüler/innen und Lehrer/innen, das kann nicht verkehrt sein, stimmt’s? 

Schüler/innen: Alles in allem empfand ich das Programm während der Romfahrt als sehr gut. Wir haben sehr viel gesehen, die Tage waren jedoch nie zu voll und trotz des, meiner Meinung nach, umfangreichen Programms hatten wir noch genügend Freizeit. Besonders gefallen haben mir die Sixtinische Kapelle und der Petersdom, weil es wirklich beeindruckende Bauwerke sind. Auch die Führung durch das Forum Romanum hat sich definitiv gelohnt.

 

Der Kolosseumsführer hat es geschafft, dass wir stehend einschlafen konnten. Wenigstens erzählte er oft höchst interessante Dinge über Pflanzen im Umkreis, weil unsere Zeit kein Stück kostbar ist! Das Kolosseum an sich war jedoch ein Erlebnis, was man mal gehabt haben muss.

Die Führung im Forum Romanum war sehr wissenswert. Das ganze Forum zu sehen, war interessant. Die Führung zum Thema Goethe war wirklich unnötig. Die Führung bei der Sixtinischen Kapelle war auch gut, jedoch waren die Kopfhörer auf Dauer nicht tragbar.

Die Besichtigungen von Forum Romanum und Kolosseum waren durch eine Fahrt mit der Metro verbunden. Wir benötigten 4 Anläufe, um die Kurstruppe nach und nach in die Metro zu bekommen. Die Anwesenheit der beiden Führer hatte einen lang anhaltenden, durchaus informativen, aber schwächenden Lauf zur Folge. Allein durch das Forum zu laufen, hätte viele lustige Fotos eingebracht.

 

Lehrer/innen: Also insgesamt hat‘s mir sehr gefallen. Die Lehrer-Schüler-Kombination war wirklich gut und harmonisch. Sie hat viel beigetragen zur Lehrer-Schüler-Völker-Verständigung! Montag gab es einen selbst organisierten Stadtspaziergang. Dienstag Forum Romanum in zwei Teilgruppen und Kolosseum. Die Gruppengrößen waren durch das Aufteilen ideal, immer so 15 Schüler, das haben wir ganz gut geregelt. Der Interesse- und Zuhörfaktor wäre als normal zu bezeichnen: Viele haben zumindest interessiert gewirkt, sodass man sich definitiv mit der Gruppe nicht schämen musste! Mittwoch Vatikanische Museen und Petersdom. Wir waren mit unserer Gruppe erst später dran und wir haben ihnen auf freiwilliger Basis angeboten, auf die Engelsburg zu gehen und mit uns nochmal die Piazza Navona und das Pantheon anzuschauen und vielleicht sogar gemeinsam etwas essen zu gehen. Sie sind uns brav gefolgt wie die Lemminge; das war eigentlich der schönste Tag, weil man mit vielen auch mal näher ins Gespräch kam.

Die Schüler waren soweit brav. Die hätten nicht gedacht, dass sie so viel laufen müssen. Das war ihr größtes Leid. Gute Stimmung insgesamt, nicht jeder Kurs für sich, hat sich vermischt. Einen Tag vor Abflug hieß es Streik, da haben einige von uns Panik bekommen. Aber alles gut. Der Vulkanausbruch (Eyjafjallajökull, 2010, A.d.R.) hat sich auch nicht wiederholt. Mein Highlight war die Tour auf Goethes Spuren, weil ich das noch nicht kannte, die SuS hat das eher weniger interessiert. Im Vatikan haben wir geschummelt, waren in der Sixtinischen Kapelle und haben da den Sonderausgang für Guided groups genommen (waren ja aber keine Tourgruppe), haben uns bei ein paar chinesischen Touristen rangehängt; die falsche Nummer fanden die SuS cool, vor allem weil wir dann beim Petersdom nicht anstehen mussten.

 

Am letzten Tag drohte ein kleines Rom-Déjà-vu. Der öffentliche Nahverkehr wollte streiken; es wurden sogar Straßenblockaden angekündigt. Auch der Flughafen sollte betroffen sein. Sorgenvolle Blicke bei einigen Schülern, die die Nachrichten über Smartphone erreicht hatten. Aber wir haben einen auf Optimismus gemacht, den Transfer früher bestellt und gehofft, dass die Römer einfach nicht in der Lage oder willens sind, einen generalstabsmäßigen und flächendeckenden Streik in ihrer chaotischen Stadt zu organisieren. So kam es dann auch. Oder eben nicht. Pünktlich landeten wir in Tegel. Geschichte wiederholte sich ‚in diesem Fall‘ nicht. 

A rivederci Roma!

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