Erich Mielke – Meister der Angst,

so lautet das Dokudrama, das Schüler der Fritz-Reuter-Oberschule und des Barnim-Gymnasiums am Donnerstag, den 3. März 2016, gemeinsam erleben durften – auch dank eines Sponsors, nämlich der Berliner Sparkasse. Wir danken herzlich!

Der Kinosaal Nr. 3 des CineMotion in Hohenschönhausen war gut gefüllt, mit zirka 400 Schülern. Den Filmemachern ging es offensichtlich um eine historische Neubewertung des Lebens und Wirkens des unberechenbaren Stasi-Chefs der DDR. Wie konnte ein Mann, der mal eher bieder-jovial erscheint, mal bedrohlich-autoritär auftritt, zu so einem rücksichtslosen Diktator werden, mögen sich die Filmemacher im Namen der Bevölkerung gefragt haben. Sie liefern mit ihrem erstellten Psychogramm letztlich keine abschließende Antwort darauf, aber sie liefern Informations- und Diskussionsstoff genug, vor allem auch für junge Menschen, die das DDR-Regime nicht mehr erlebten. Wer also war Erich Mielke, der bei seinem letzten, hilflos peinlichen Auftritt vor der Volkskammer sagte: „Ich liebe doch alle - alle Menschen.“ Er starb im Jahre 2000 nach Verbüßung einer Haftstrafe in einem Altenpflegeheim in Berlin-Hohenschönhausen. 

 

Allein diese örtliche Nähe der beiden Schulen sollte zu denken geben. In Anwesenheit beider Schulleiter, des Leiters der heutigen Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, des Regisseurs und vor allem des Hauptdarstellers, Kaspar Eichel, moderierte ein Vertreter des Bürgeramtes von Neu-Hohenschönhausen die anschließende Diskussion. Die Schüler stellten Fragen an die Runde, sowohl zur Recherche und Entstehung als auch zur Aktualität und Thematik der im Film dargestellten Ereignisse. Es lässt sich resümierend von informativer bzw. inhaltlicher Bereicherung sprechen, so der Tenor von Schülern und Schülerinnen: Das Erlebnis des Dokudramas bietet hervorragend Anregung, um im Unterricht fortgesetzt zu werden. Schließlich ist diese Problematik auch Gegenstand des diesjährigen Abiturs.

 

I.A. M.W.

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