Wien 2016 – Erdkundeunterricht einmal anders!

Was heißt das? Das heißt, dass sich die Schüler/innen des Leistungskurses Geographie zur alljährlichen Exkursion aus dem Klassenzimmer in die Hauptstadt Österreichs begeben. So auch dieses Mal: 16 Teilnehmer/innen und zwei Lehrerinnen, Frau Matticka und Frau Jany, eroberten Wien, vom 14. – 18. März, um die Entwicklungsetappen der Stadt zu erkunden und festzuhalten. Denn schließlich ist der Schwerpunkt des ersten Semesters Siedlungsgeographie und die galt es vor ausgewähltem Ort zu recherchieren!

Endlich war es soweit! Über ein halbes Jahr fieberten wir auf diesen einen Montag im März hin, an dem wir unsere aufregende Reise nach Wien starteten, erinnert sich Lina Gutschick, eine der Schüler/innen: Im Gepäck unsere vorbereiteten Stadtführungen und Vorträge, Vorfreude und jede Menge guter Laune, die man schon deutlich am Flughafen spüren konnte. 

Die Thematik historischer Profile von Gesellschaft und Stadtraum ist im interdisziplinären Feld von Architekturgeschichte, Stadtsoziologie und historisch arbeitender Sozialgeographie angesiedelt. Da Wien über eine tief geschichtete Vergangenheit vom Mittelalter – über die Residenz- und Festungsfunktion im absolutistischen Staat – bis zur Industrialisierung und Entwicklung im 20. Jahrhundert verfügt, liegt das Ziel der Exkursion nahe: Wien im Wandel der Jahrhunderte.

Lina setzt fort: In Wien angekommen, ging das Abenteuer auch schon los. Seit Januar hatten wir in Gruppen an den Entwicklungsepochen und den heutigen Strukturmerkmalen der Stadt gearbeitet. Vor Ort hieß es also dann: nur wir, ein Stadtplan und unsere vorbereiteten Informationen. Wir nutzten den Montag, um unsere geplante Route abzulaufen und hatten schon da sehr viel Spaß, denn wir kamen an Orte, die man als normaler Tourist nicht finden würde. Am Dienstag starteten wir unsere Zeitreise ins mittelalterliche Wien und um sich noch besser in die Zeit hineinversetzen zu können, auch mit mittelalterlichen Süßigkeiten und Brötchen. Kurz darauf wurden wir von einer anderen Gruppe von Mitschüler/innen durch die Residenzzeit und an der Hofburg vorbeigeführt. Am Mittwoch ging unsere Reise durch die Zeit der Industrialisierung, um dann am Donnerstag wieder in der Gegenwart anzukommen: selbst die Gasometer oder der Wohnpark Alt-Erlaa haben durchaus ihren Charme. 

Wien ist eine tolle, facettenreiche Stadt, in der man noch heute spüren kann, wie die Menschen in den unterschiedlichen Stadtentwicklungsepochen lebten. Natürlich hatten wir auch Freizeit, in der wir uns das Hundertwasserhaus und den Prater nicht entgehen lassen konnten.

Das war eine Kursfahrt voller spannender Ereignisse, während dieser wir uns als Gruppe besser kennenlernten und auch näher zusammenrückten. Schon am Ende der Fünf-Tage-Tour wussten wir, dass wir sie nie wieder vergessen würden. Wahrscheinlich lässt sich erst im Nachhinein wirklich begreifen, wie wichtig solche ‚Highlights‘ für unseren Unterricht sind, und zwar nicht nur für den in Geographie, sondern ebenso für den in Kunst und Geschichte!

Also: wenn ihr die Möglichkeit habt, wählt den Leistungskurs Geographie und lasst euch diese unvergessliche Reise nach Wien nicht entgehen! Einen besonderen Dank möchten wir unseren zwei tollen Lehrerinnen aussprechen, die mit uns diese wunderschöne Stadt erkundeten und uns immer mit Rat und Tat zur Seite standen!

I.A.M.W. 

 

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