Ethik/Philosophie

Unter Philosophie verstehen wir eine ganz neue Art zu denken, die gegen 600 vor Christus in Griechenland entstanden ist. Ethik ist eine philosophische Disziplin seit der Antike, deren Bedeutung sich in den Fragen zentriert:

Was macht das gute Leben aus?

Was sind die Bedingungen für ein gutes Leben?

Was muss man für ein gutes Leben tun?

Die Methoden der Disziplin Ethik sind die gleichen wie die der Philosophie:

  • grundsätzliche Fragen,
  • der Dialog als Mittel des Fragens und der Wahrheitsfindung.

Gegenstand der Ethik ist das Ethos, d.h. nach Einstellungen, Überzeugungen und Wertvorstellungen von Individuen und Gruppen zu fragen, diese zu erfassen und in den Kontext von gesellschaftlichen und religiösen Gruppen zu stellen. 

Im Mittelpunkt des Rahmenlehrplans und unseres schulinternen Curriculums steht das Ethos der Schülerinnen und Schüler, das bedeutet, er knüpft an den Überzeugungen und Wertvorstellungen der Schülerinnen und Schüler an, wie sie sich im Alltag, in der Familie, in der Schule und in der Freizeit zeigen.

Eine der ersten Erfahrungen soll sein, dass alles, was die Schülerinnen und Schüler tun und erfahren, seinen Hintergrund in den persönlichen Wertvorstellungen und Überzeugungen hat, z. B. Ärger, Freunde, Konflikte,

  • um darüber zu reflektieren und diese Reflexion auf Begriffe zu bringen,
  • um zu fragen, ob und wie solche Überzeugungen verallgemeinerbar sind,
  • um zuzuhören, selber auszusprechen, Achtung zu zeigen,
  • um dann eigene Wertungen, impulsive Handlungen auf Begriffe zu bringen,
  • um die Perspektive anderer einzunehmen,
  • um sich in andere Personen und deren Gefühle hineinzuversetzen,
  • um im Kontext anderer Lebensanschauungen, Lebenserfahrungen die eigenen Werteinschätzungen und Überzeugungen zu sehen und zu reflektieren.

Der Ethik-Unterricht nimmt drei Perspektiven (Reflexionsstufen) ein:

  • Was bedeutet das für mich und mein Leben? (individuelle/persönliche Perspektive)
  • Was bedeutet das für das gesellschaftliche Zusammenleben? (gesellschaftliche Perspektive)
  • Welche Ideen, Überzeugungen und Wertvorstellungen der Tradition liegen dem zugrunde? (ideengeschichtliche Perspektive)

Wichtig ist die Betonung, dass es nicht um Problemlösungsstrategien und verhaltensändernde Maßnahmen geht, sondern um Reflexion. Das ist das aufklärerische Moment in diesem Fach.

Der Ethik-Unterricht steht auf der Grundlage der Achtung vor allen Überzeugungen der weltanschaulichen Gruppen.

Die Wertgebundenheit bei weltanschaulicher Neutralität ist der entscheidende Unterschied zum bekenntnisorientierten Weltanschauungs- und Religionsunterricht.

Am Barnim-Gymnasium kann das Unterrichtsfach Philosophie als Grundkursfach in der Oberstufe mit drei Wochenstunden angeboten werden.

 

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