Abitur, und was dann?

Studientag zur Berufs- und Studienorientierung

für Klasse 10 am 29. Mai 2017 Programm Kl. 10

für Klasse 11 am 21. Juni 2017 Programm Kl. 11

Anmeldung


 

Abitur – und was dann? - Einstiegsveranstaltung für den 10. Jahrgang am 20. April 2016

Jedes Jahr aufs Neue stehen wir als Gymnasium bzw. unsere Schüler/innen vor dieser Frage. Über die vielen Jahre ist es zur Tradition geworden, dass sich zuerst unsere 10. Klassen zu einer Einstiegsveranstaltung in der Aula versammeln. Von unserem Schulleiter, Herrn Schmidt-Ihnen, werden Vertreter/innen aus Politik und Wirtschaft, aus Bildungs- bzw. Verwaltungseinrichtungen und Unternehmen geladen, die anhand ihres ganz persönlichen Werdegangs die Schüler/innen zu einer Hinterfragung bzw. Diskussion animieren wollen. Ziel ist es, Wege und Perspektiven aufzuzeigen, Anregungen und Ideen zu sammeln oder vielleicht auch Zukunftsängste zu nehmen.

Einer der Anwesenden war ein weiteres Mal Dr. Martin Pätzold, heute Mitglied des Deutschen Bundestages und Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Lichtenberg, einst Schüler unserer Schule, der das Studium der Wirtschaftswissenschaften an der HU-Berlin als Diplom-Kaufmann abschloss. Er berichtete – den Schülern Mut machend – von seinen gar nicht so guten Voraussetzungen bezüglich seines Abiturs. Man könne immer besser werden, wenn man seinen Weg gefunden habe und weiß, was man wolle, sagte er sinngemäß, und er sei ein gutes Beispiel dafür. So manch hoffnungsvoller Blick begleitete seine lebhafte Darstellung.

Herr Walther, Herr Wilrich, Frau Koppa, Frau Krüger, Herr Pätzold, Herr Dietrich (von links)

Auch Frau Steffi Krüger absolvierte das Abitur am Barnim-Gymnasium, und zwar exzellent. Heute arbeitet sie in der Agentur für Arbeit in Berlin-Lichtenberg, in der Gothlindestraße 93, wo alles – was mit Arbeit und Beruf, Ausbildung und Studium, Jobsuche und -findung zusammenhängt – unter einem Dach zu finden ist. Sie hatte ein duales Studium in Schwerin gewählt, um im Arbeitsmanagement tätig sein zu können. Frau Koppa von der Jugendberufs-Agentur – zuständig für unter 25-Jährige – verriet, dass man neben offiziellen Sprechstunden, einmal im Monat, bei beratenden Schnupperkursen alles über Ausbildungsberufe erfahren kann, falls man nicht gleich zum Studium greifen möchte. Und sogar das BiZ, das routinemäßig zu uns in die Schule kommt und Berufsorientierungsveranstaltungen offeriert, befindet sich an gleicher Stelle. Aber natürlich lässt sich alles ebenso online erfahren, wurde ergänzt, von der ehemaligen Maschinenbau-Studentin.

Die Bezirksstadträtin, Frau Kerstin Beurich, von der SPD, Leiterin der Abteilung Bildung, Kultur, Soziales und Sport präsentierte sich als lebender Beweis dafür, dass man Studium und Familie unter einen Hut kriegen kann, selbst wenn die Wege manchmal unvorhergesehen verlaufen: Man dürfe Herz und Verstand nicht trennen, genauso wenig wie Leben und Arbeit – Spaß müsse dabei sein, bei allem und jedem, aber man müsse auch Opfer bringen. All dem konnte Herr Karsten Dietrich von der Synergie-GmbH, die erst kürzlich im 11er Jahrgang einen Crashkurs zu Berufsorientierung und Bewerbung veranstaltet hatte, nur zustimmen: Machen, machen, machen – aus seinem Hobby eventuell einen Beruf, gab er als Devise aus. Und er gab den Ball – im direkten wie im übertragenen Sinne – weiter an den Geschäftsführer des Gastro-Großmarktes Selgros in Lichtenberg, Herrn Walther. Der strahlte noch immer vor Unternehmungsgeist – und das seit 16 Jahren in dieser Funktion; er sprach davon, dass man erst einmal herausfinden müsse, wo sein Talent liege, dann müsse man mutig und strikt sein Ziel verfolgen und man brauche auch ein gutes Coaching, um erfolgreich zu sein. Unterstützt wurden seinen Aussagen durch einen fünfminütigen Videoclip.

Frau Beurich, Herr Walther, Herr Wilrich, Frau Koppa (von links nach rechts)

Und last but not least stellten sich Matthias Wilrich und unser Schulleiter den Fragen der aufgetauten Schüler-Clientèle. Herr Wilrich ist Mitbegründer des florierenden Online-Unternehmens Lesara. Dass er heute Chef Operation Officer sei, verdanke der gebürtige Berliner nicht nur seinem Wirtschaftswissenschafts-Studium in Koblenz, sondern auch seinen Erfahrungen im Ausland – seinen interkulturellen Kompetenzen, seinem Willen, ständig Neues zu erfahren und immer wieder aufzustehen, teilte er mit: Lernen lernen habe er sich auf die Fahnen geschrieben, aber er pflege ebenso einen Nachdenkmodus oder Findungsphasen. Oft sei der Weg das Ziel, fügte er hinzu, was Herr Schmidt-Ihnen schon am Anfang der Einstiegsveranstaltung verbalisiert hatte, der ebenso nicht auf geradem Wege Lehrer und Schulleiter geworden sei, was etwas erstaunt registriert wurde.

Alles in allem eine facettenreiche Gesprächsrunde mit überzeugenden Persönlichkeiten in wacher Atmosphäre, wie sich den Reaktionen der Schüler/innen entnehmen ließ: Man hatte auf unterhaltsame Weise vielfältige Anregungen und Ideen bekommen davon, was so alles nach dem Abitur passieren kann. Es liegt in Eurer Macht!, seid offen und flexibel, lasst euch inspirieren, bewegt euch in die Welt, die manchmal eine kleine, feine Uni sein kann, stand förmlich in der Luft.

I.A.M.W.

 











 









 

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